Steckbrief — Was wollen wir? đŸ˜‡Â¶

Was sind die Arbeits- und Ausbildungsstandards fĂŒr den SanitĂ€tsdienst (AASS)?¶

Arbeits- und Ausbildungsstandards fĂŒr den SanitĂ€tsdienst, Version 3.0.0

Die Arbeits-und Ausbildungsstandards fĂŒr den SanitĂ€tsdienst streben danach, ein strukturiertes, frei verfĂŒgbares, modern publiziertes, Lehr- und Handbuch der prĂ€- und innerklinische Notfall- und Rettungsmedizin fĂŒr medizinisches bzw. SanitĂ€ts-Fachpersonal zu sein.

Entgegen bisheriger, herkömmlicher Werke zeichnet sich das Werk durch folgende Eigenschaften aus:

OpenAccess

Das Kompendium ist frei, niederschwellig und unentgeltlich unter einer Creative Commons Lizenz (die genaue Lizenz ist noch zu diskutieren) verfĂŒgbar. FĂŒr den Benutzer bedeutet das: Keine Abo-GebĂŒhren, voller Zugriff auf alle Inhalte (online).

Kollaboration

Das Kompendium ist ein Gemeinschaftswerk, welche, gefĂŒhrt von einer Redaktionsstruktur, BeitrĂ€ge von externen Autoren entgegen nimmt, bewertet und ggfs. in das Werk integriert.

Moderne Publikation

Das Kompendium ist auf ePublishing, d. h. eBooks, Webseiten etc., ausgelegt um einen niederschwelligen Zugriff und ein hohes Maß an AktualitĂ€t zu ermöglichen. Der Veröffentlichung von druckfertigen Formaten (PDF) zum „selber drucken“ wird ebenso unterstĂŒtzt. Die Auflage eines Druckwerkes im Selbstverlag, sollte die Nachfrage bestehen, ist eine mögliche Option, wird aber nicht primĂ€r angestrebt.

Struktur

Das Kompendium ist analog zu einem Buch strukturiert, d. h. es ist keine bloße Ansammlung von „Blog-Posts“ o. À., bedient sich aber gleichzeitig der Vorteile von ePublishing (Internet-Integration, multimediale Inhalte, 
).

Integrativer Ansatz

Das Kompendium richtet sich nicht ausschließlich an eine Berufsgruppe, sondern bildet eine Basis angefangen vom prĂ€klinisch erstversorgenden qualifizierten SanitĂ€ter ĂŒber NotĂ€rzte bis hin zum innerklinischen notfallmedizinischen Ă€rztlichen und pflegerischen Personal.

Pro bono

Honorar- oder Anteilsdiskussionen sind der voraussagbare Tod einer hehren Idee. Das Kompendium ist ein Non-Profit-Projekt und die Mitarbeit und sÀmtliche BeitrÀge geschehen auf ehrenamtlicher, unentgeltlicher, Basis.

Wir hoffen, gerade mit der niederschwelligen und kostenlosen VerfĂŒgbarkeit, viele Benutzer zu erreichen, die andernfalls von dem Aufwand und den Kosten einschlĂ€giger LehrbĂŒcher und Materialien abgeschreckt wĂ€ren. Ebenso wenden wir uns an in der Medizin oder im Rettungswesen TĂ€tige, welche noch am Beginn ihrer Laufbahn in diesem Bereich stehen, und vielleicht mit der Rettungs- und Notfallmedizin noch keinen oder kaum Kontakt hatten: Diese möchten wir fĂŒr dieses Feld begeistern und motivieren sich neue FĂ€higkeiten anzueignen. Auch jenen, die sich bereits entschlossen haben in diesem Bereich ihre Laufbahn zu beginnen oder fortzusetzen, möchten wir ein Werkzeug in die Hand geben dass sie, sei es in Notarzt- oder NotfallsanitĂ€terlehrgĂ€ngen o. À., ihre Motivation in persönlichen Erfolg und Nutzen fĂŒr ihre von ihnen betreute Umwelt umsetzen können.

Ziel dieses Werkes ist es folglich, das Wissen und die Welt der Notfallmedizin auch abseits bereits breitgetretener Pfade darzustellen, und sowohl eine Unterlage fĂŒr die Aus- und besonders der /Weiter-/ Bildung, als auch ein Hilfsmittel fĂŒr die Praxis zu schaffen. Besonderer Wert wird dabei nicht nur auf die Praxis, sondern auch – heutzutage nicht mehr ganz modern – auf das Hintergrundwissen und relevante Randbereiche gelegt. Denn in einer Zeit, in der das praktische Wissen innerhalb weniger Jahre bereits wieder veraltet ist, bildet dieses Fundament die Chance fĂŒr eine langjĂ€hrige TĂ€tigkeit und erlaubt selbststĂ€ndiges, regelgeleitetes Arbeiten (anstatt strikten, regelgebundenen Handelns).

Geschichte¶

Die Wurzeln dieses Werkes reichen zurĂŒck in das Jahr 2008. Damals entstanden in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum des ASB Florisdorf-Donaustadt, ausgehend von den Erfordernissen der RettungssanitĂ€ter-Kurse, die „Arbeits- und Ausbildungsstandards fĂŒr den SanitĂ€tsdienst“ (AASS). Sie bildeten die Grundlage der RettungssanitĂ€ter-Curricula und konnten sich schon frĂŒh, etappenweise und unter kontrollierten Bedingungen eingefĂŒhrt, als Lern- und Ausbildungsunterlage bewĂ€hren.

Die AASS werden seit 2008 von der ARGE AASS entwickelt und herausgegeben. Das designierte Nachfolgeprojekt ist das Kompendium des CCCA. Bis zum Erscheinen des Kompendiums werden die AASS weiterentwickelt, konkret ist ein Update fĂŒr die ERC-Leitlinien 2020/2021 in Planung.

Die Zukunft: Von den AASS zum Kompendium¶

Jedes Buch hat einen stillen Mitautor, die Zeit. Unter ihrer umsorgenden FĂŒhrung hat die Professionalisierung der Notfallmedizin, allen voran der prĂ€klinischen Notfallmedizin, in unseren Breiten spĂŒrbar zugenommen, und damit auch die Anforderungen an das Fachpersonal drastisch erhöht. Dem wollen wir nun mit einer umfassenden Neuausrichtung und drastischen Überarbeitung der AASS und ÜberfĂŒhrung in ein „neues“ Projekt Rechnung tragen. Waren die AASS bisher eher Rettungspersonal mit eher minimalem medizinischem Basiswissen ausgerichtet (in Österreich der RettungssanitĂ€ter), so wendet sich das Kompendium an fortgeschrittenes medizinisches und rettungsdienstliches Fachpersonal, konkret von NotfallsanitĂ€tern und -innen, welche bereits am Anfang der Versorgungskette wesentliche Entscheidungen zum Patientenwohle treffen mĂŒssen, ĂŒber NotĂ€rzte bis hin zum innerklinischen notfallmedizinischen Ă€rztlichen und Fachpflegepersonal.

Der integrative Ansatz – Das Zielpublikum und Zielniveau¶

Das Kompendium möchte die AASS auf ein neues Niveau, das „Kompendium-Niveau“ anheben Das Kompetenzniveau soll bei höherqualifizierten (Notfall-) SanitĂ€tern (.at und .de), NotĂ€rzten, Notaufnahme-Ärzten und verwandten Bereichen angesiedelt sein. Schwerpunkt soll die PrĂ€klinik, aber auch die innerklinische Notfall- und Rettungsmedizin sein, mit den relevanten Randgebieten der AINS.

Dieser umfassende, integrative Ansatz und der Versuch, in einem Werk so viele verschiedene medizinische Kompetenzniveaus zu bedienen, ist sicherlich nicht problemfrei oder einfach. Dennoch ist es gerade im permanenten Hochrisikoumfeld der medizinischen Betreuung kritisch Kranker ein wesentliches QualitĂ€ts- und Erfolgskriterium, wenn das eigene Wissen und der persönliche Horizont das eigene TĂ€tigkeitsfeld ĂŒberschreitet und man einen Sinn fĂŒr die wesentlichen Faktoren des gesamten Behandlungsprozesses hat.

Wie wir das Spannungsfeld zwischen „medizinischen Basics“ und „High-yield-Medicine“ didaktisch konkret meistern werden? Das ist ein interessanter und herausfordernder, wahrscheinlich nicht ganz konfliktfreier, Teil dieses Projekts. Ja, es ist ein bisschen ein Experiment, und dieses Werk lebte (als AASS) und lebt von Experimenten. Unser Ziel ist keine „Fertigstellung“, sondern ein beharrliches Weiterentwickeln unserer FĂ€higkeiten und der ebenso beharrliche Versuch, andere in der Betreuung kritisch kranker Menschen mit unserer Arbeit zu unterstĂŒtzen.

Freie Lizenzierung¶

Die uneingeschrĂ€nkten, nicht-exklusiven Nutzungsrechte der BeitrĂ€ge der Mitarbeiter werden von diesen der ARGE AASS (bzw. nach Umbenennung dem Critical Care Club Austria) eingerĂ€umt. Das Kompendium wird unter einer gemeinnĂŒtzigen Lizenz veröffentlicht.

Dies wird voraussichtlich eine Creative Commons Lizenz sein, welche muss noch diskutiert werden (die AASS stehen gegenwĂ€rtig unter der Creative Commons NamensĂ€nderung keine VerĂ€nderungen (CC-By-ND), ich wĂŒrde fĂŒr eine offenere Lizenz plĂ€dieren, z. B. CC-By-SA), veröffentlicht.


Achtung

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